Winter-Pfoten?!

Pfotenpflege im Winter – So bleiben Spaziergänge mit deinem Hund entspannt

Der Winter mit Hund kann traumhaft sein: klare Luft, knirschender Schnee, ein zufriedener Vierbeiner an deiner Seite. Doch dann kommen sie: Streusalz, Splitt und Eisplomben zwischen den Zehen. Die Pfoten deines Hundes sind zwar robust – aber nicht unverwundbar. Mit einfachen Routinen kannst du Pfotenstress im Winter vermeiden und eure Spaziergänge bleiben entspannt und schmerzfrei.

Was im Winter Hundepfoten wirklich belastet

  • Streusalz trocknet die Haut aus, macht Ballen spröde und kann beim Pfotenlecken geschluckt werden
  • Splitt/Granulat piekst, klemmt sich zwischen Zehen und verursacht kurzfristige Irritationen
  • Schneeklumpen im Zwischenzehenfell drücken unangenehm und können Reizungen fördern
  • Eisflächen erhöhen das Risiko für Mikroverletzungen durch Ausrutschen oder ruckartige Bewegungen

Der 30-Sekunden-Pfotencheck nach jedem Gassi im Winter

Mach es dir leicht – nach jedem Spaziergang ein kurzes Ritual:

  1. Pfoten anschauen: Ballen, Krallen, Zwischenzehenbereich
  2. Splitt & Steinchen entfernen
  3. Mit lauwarmem Wasser abspülen (Reizstoffentfernung, ohne die Durchblutung zu stören)
  4. Sanft trockentupfen, besonders zwischen den Zehen (nicht rubbeln!)

Das klingt simpel – ist aber der größte Hebel für gesunde Hundepfoten im Winter.

Pfoten schützen: Pfotenwachs, Creme oder Hundeschuhe?

Schutz Für wen? Vorteil
Pfotenwachs für die meisten Hunde schneller Schutzfilm gegen Salz & Kälte
Pfotencreme abends zu Hause Pflege & Regeneration (wenn danach Ruhe ist!)
Hundeschuhe / Booties bei sehr empfindlichen Pfoten oder viel Splitt mechanischer Schutz, aber sollte positiv trainiert werden

  

DIY-Rezept: Selbstgemachter Pfotenbalsam für Hunde (natürlich & lecksicher)

Du kannst die Pfoten deines Hundes auch mit einem selbstgemachten Pflegebalsam schützen und pflegen:

Zutaten:

  • 2 EL Bienenwachs
  • 2 EL Sheabutter
  • 2 EL Kokosöl
  • 1 EL Olivenöl
  • Optional bei sehr rissigen Ballen: 1 TL Calendula/Ringelblumensalbe (ohne Duft)

Zubereitung:

  1. Alles im Wasserbad langsam schmelzen
  2. Öle & Butter gut verrühren
  3. Kurz leicht abkühlen lassen
  4. In ein sauberes Schraubdöschen füllen
  5. Aushärten lassen → fertig!

Anwendung:

  • Vor dem Spaziergang: hauchdünn auf die Ballen massieren
  • Abends: etwas dicker als Pflege, wenn danach Ruhe ist
  • Haltbarkeit: 3–4 Monate, kühl & dunkel lagern

Nicht auf offene, blutende Risse auftragen – erst tierärztlich checken lassen.

Zwischenzehenfell kürzen: kleiner Schnitt, große Wirkung

Bei Hunden mit längerem Fell können sich im Winter Schneeklumpen zwischen den Zehen bilden. Wenn du dich sicher fühlst:

  • Fell vorsichtig ordnen & kürzen, nicht komplett rasieren
  • Ziel: weniger Anhaften von Schnee, Eis & Splitt
  • Unsicher? → einmal beim nächsten Grooming- oder Tierarzttermin zeigen lassen.

Clever unterwegs im Winter planen

  • Routen mit weniger Salz bevorzugen (Park, Wald, Grünflächen)
  • Auf Eis Tempo reduzieren → schont auch Gelenke
  • Schnüffelpausen bewusst nutzen → Stress senken = entspanntere Pfoten

Warnsignale bei Pfotenproblemen im Winter

Lass die Pfoten deines Hundes prüfen, wenn:

  • Lahmen nicht nach 1–2 Minuten verschwindet
  • dein Hund exzessiv Pfoten leckt
  • Risse, Blutungen oder Schmerzen sichtbar sind
  • die Pfoten stark berührungsempfindlich wirken

Lieber einmal zu früh als zu spät abklären lassen.

Mini-Checkliste für dein Vorzimmer

  • Handtuch griffbereit
  • Becher/Schüssel mit lauwarmem Wasser
  • Pfotenbalsam / Pfotenwachs
  • Zeckenzange (auch im Winter möglich!)
  • Und: Gute Laune – sie macht jedes Ritual leichter

Fazit

Winterpfoten beim Hund sind kein Drama – eher ein Ritual.
Mit einem kurzen Pfotencheck und natürlichem Schutz (wie Pfotenwachs oder deinem selbstgemachten DIY Pfotenbalsam Hund Rezept) bleibt ihr ein starkes Team. So werden Winterspaziergänge mit Hund das, was sie sein sollen: gemeinsam entspannen, schnüffeln, genießen.

 

Möchtest du mehr wissen: ruf mich an (+491708106576) oder schreib mir einfach über das Kontaktformular – ich freue mich darauf, dich und deinen Hund kennenzulernen und zu begleiten.